Die Crew

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Panamericana - diese Route spukt schon seit meinem 18. Geburtstag in meinem Kopf. Dabei geht es nicht um das reine Abfahren sondern um das Entdecken des Kontinents. Nun, kurz vor meinem 60. Geburtstag wird dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit.Den Job beendet und die lange Suche nach einem geeigneten Fahrzeug wurde belohnt - der Unimog ist startklar und hat sich auf der Testreise 2014 auf Island bestens bewährt. Jetzt kann es mit friends und family im Mai 2015 endlich losgehen. D.h. ich bin immer an Bord, die Crew wird wechseln und es gibt auch Strecken auf denen ich alleine unterwegs bin.

Montag, 27. Juni 2016

Nach ein paar erholsamen Tagen auf der Kaffeeplantage geht es weiter ins Cocora Valley, einem Hochtal auf 2300m Höhe, in dem Wachspalmen bis zu 60m Höhe wachsen.Zudem kann man hier gut wandern, ist allerdings schnell mal auf über 3000m Höhe. Da merke ich dann doch die in der letzten Zeit fehlende Bewegung. Bei schrecklichem LKW-Verkehr geht's dann wieder mal durch die Cordillera. Auf und ab. Vor Neiva führt mich das Navi zurecht auf eine offroad-Piste. Hier ist die einzige Brücke, bevor es in die Tatacoa Wüste geht. Die Besonderheit daran ist ein Observatorium und die Wissenschaftler geben den interessierten Laien gerne etwas Nachhilfe. Mit dem Effekt, dass ich nun ein paar Sternzeichen mehr kenne. Leider kühlt es in dieser Wüste nachts nicht ab, so dass ich wieder in die Berge bei
San Agustin fahre. Hier gibt es Ausgrabungen aus der Inkazeit. Von dort über eine abenteuerliche Straße durch den Regenwald auf über 3000m Höhe nach Popayan.
Hier kann ich endlich meine Gastankflasche wieder auffüllen.  Nach einigen erfolglosen Versuchen hatte ich schon ernsthafte Bedenken wie das mit der Gasversorgung weitergeht.

Nach einer weiteren Berg- und Talfahrt von 2000m auf unter 100m und dann wieder hinauf, mit den entsprechenden Temperaturen erreiche ich Las Lajas. Dieser Wallfahrtsort ist durch seine in den Fels gebaute Kathedrale berühmt geworden.

Und dann steht schon der erste Grenzübertritt in Südamerika an. Bevor ich nach Ecuador einreise kaufe ich an einer Tienda noch etwas Wasser ein. Als ich herauskomme staune ich nicht schlecht - ein deutscher Truck steht vor meinem Mog. Angelika und Peter mit ihrem
Mercedes. Sie waren in Südamerika nordwärts bis Kolumbien unterwegs und fahren jetzt wieder nach Süden. Wir haben das gleiche Ziel, die Finca Sommerwind in Ibarra. Als wir dort ankommen, aha Nummer zwei: die Itchywheels Marina und Rico sind hier. Sie haben
wir zuletzt am Mono Lake gesehen. Dazu noch Simon und Irene mit ihrem großen Scania, die wir in Alaska und im Capitol Reef getroffen haben. Aber die größte Überraschung waren Edda und Helmut Tanner aus Lindau. Ich hab schon gewusst, dass die beiden auch unterwegs sind. Aber sie hier zu treffen?? Komplett strange wird es, als sich herausstellt dass Edda und ich zusammen in die Berufsschule gegangen sind. Erkannt haben wir uns nicht mehr, aber im Gespräch sind wir dann darauf gekommen.

Mit Hans, dem Besitzer der Finca Sommerwind, machen wir einen 2 1/2 Tagesausflug an die Nordwestküste Ecuadors zu Mangrovenwäldern, Kokos- und Kakaoplantagen und als absolutes Highlight die Fahrt auf einer stillgelegten Bahnstrecke mit einem draisinenähnlichen Fahrzeug in den Dschungel.
Leider habe ich es nicht so geniessen können, denn nach 13 Monaten hat es mich erstmals
erwischt. Die Sauce der Shrimps am gestrigen Abend war wohl nicht einwandfrei. Ich hätte doch den frittierten Fisch essen sollen.

Vor unserem Ausflug habe ich noch eine Woche Galapagos gebucht. Mit einem Boot geht es  von Insel zu Insel mit phantastischer Tierwelt. Unglaublich, wie zutraulich die Tiere sind.
Sogar den Albatrossen kann man aus zwei Metern Entfernung beim Balztanz zusehen.
Die Bilder sagen mehr, als man in Worte fassen kann. Grosses Kino.
Und dann noch mit Schildkröten, Seehunden,Pinguinen und Reef sharks tauchen.Unglaublich - und die Haie sind wirklich friendly.

Leider musste ich auch noch einen Rückflug nach Deutschland buchen, meine Mutter braucht nach ihrer Augen OP Unterstützung. Deshalb bin ich gleich von Galapagos wieder
nach Quito und sitze jetzt in Houston um die Wartezeit mit Blogschreiben zu überbrücken.
Insgesamt werde ich wohl über 40 Std. unterwegs sein.

AUF JEDEN FALL IST ERST MAL FÜR 6 WOCHEN BLOGPAUSE
Valle Cocora 

LKWs am laufenden Band


San Agustin: der Uhu frisst die Schlange

Las Lajas

Nach der Wallfahrt gibt's Meerschweinchen


Produktion von Pralinenrohmasse


Nur Mut, das hält schon alles???????????























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