Die Crew

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Panamericana - diese Route spukt schon seit meinem 18. Geburtstag in meinem Kopf. Dabei geht es nicht um das reine Abfahren sondern um das Entdecken des Kontinents. Nun, kurz vor meinem 60. Geburtstag wird dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit.Den Job beendet und die lange Suche nach einem geeigneten Fahrzeug wurde belohnt - der Unimog ist startklar und hat sich auf der Testreise 2014 auf Island bestens bewährt. Jetzt kann es mit friends und family im Mai 2015 endlich losgehen. D.h. ich bin immer an Bord, die Crew wird wechseln und es gibt auch Strecken auf denen ich alleine unterwegs bin.

Dienstag, 7. Juni 2016

Am 27.5. , fast auf den Tag genau ein Jahr nach Beginn meiner Reise,können wir unsere Babies im Hafen von Puerto Bahia abholen.. Hört sich einfach an, dauert aber. Also zuerst zum Zoll, der Inspektor hat die Fahrzeuge  sogar schon angesehen und wir bekommen das
Einfuhrpapier zügig. Dann kommt unsere Agentin, allerdings ohne Fahrzeugversicherung. Bis wir die haben ist es Mittag. Dann zum 25km entfernten Hafen. Dort ist Mittagspause und bis der 14 Uhr Termin verstrichen ist, ist es eben 14.30. Dann werden wir zum Kai gefahren und können die unversehrten Fahrzeuge inspizieren. Alles ok!!!!! Da bin ich schon mal beruhigt, jetzt noch zwei Kontrollen und wir können wieder Richtung Cartagena fahren.
Jürgen muss noch tanken, hat aber den Schlüssel vom Tank nicht dabei - die Autos haben wir ja mit Schlüssel abgegeben. Wir steuern eine Tankstelle an, Jürgen nimmt ein Taxi nach
Hause, ich passe aufs Auto auf und nachdem er  nach über einer Stunde wieder zurück ist (Rushour) fahren wir Richtung Appartment, das die beiden von Freunden von ihnen momentan bewohnen. Clemencia hat in einem Hinterhof schon Parkplätze organisiert.
Als zusäzliches Highlight führt uns Jürgens Navi noch durch die Altstadt von Cartagena.
Hätte mir natürlich auch passieren können, aber so etwas brauche ich nicht nochmals.
Schließlich kommen wir wohlbehalten an, ich kann bei den beiden schlafen und wir brauchen jetzt erst mal Alkohol um auf das Abenteuer Verschiffung Darien Gap anzustossen. FAZIT : riesiger bürokratischer Aufwand, teuer (die Atlantiküberquerung war billiger und einfacher) und entsprechender Zeitaufwand. Wenigstens sind unsere Autos ohne Einbruchsversuche angekommen, das ist nicht immer so.Endlich konnte ich auch das Gefrierfach vom Kühlschrank reparieren, von dem eine Arretierung abgebrochen war. Die ursprünglichen Versuche scheiterten alle an dem zu kühlen Kunststoff nach dem Abtauen. Mit Hilfe eines Cocktailsticks aus dem Hard Rock Cafe in Anchorage und Sekundenkleber ist der Schaden jetzt endlich behoben und die Eiswürfel wieder leichter zugänglich.


Nach einem netten letzten gemeinsamen Abend geht's für mich dann endlich weiter.Zuerst
an der Karibikküste entlang bis Santa Marta. Die Hoffnung auf erträgliche Temperaturen erfüllt sich nicht, deshalb am nächsten Tag zügiger Aufbruch in Richtung Hochland. Nach über 400 km Fahrt ist es geschafft, Übernachtung auf immerhin 600 m Höhe. Zwar auf einem Truckstop aber wenigstens kühler.

Dann weiter auf die Cordillera ab hier bin ich immer zwischen 1200 und 2400 Metern Höhe.
Da brauche ich schon wieder die dickere Bettdecke.

Der Canyon de Chicamocha ist ganz nett, jedoch nicht aufregend. Dann über Barichara, einer sehr schönen Kolonialstadt nach Villa de Leyva. Immer, trotz der Höhe, durch üppige
Vegetation.

Nach Besichtigung der Salzkathedrale in Zipariqua Übernachtung auf einem Tankstellenparkplatz. Am nächsten Tag dann die Cordillerendurchquerung von 2650m hinab auf 350m, dann der höchste Pass bisher mit 3669m und wieder Abfahrt auf 1300m bis ich am Ziel, der Kaffeefinca Villa Venezia angelangt bin. Hier ist relaxen angesagt - allerdings erst nachdem wir am Abend noch Schokolade produziert haben.
Meine eigenen PanamaPapers. Jedes einzelne hat sehr viel Geld,Zeit und Nerven gekostet
Jürgen und Clemencia im Appartement ihrer Freunde in Cartagena







Im Kaffeeanbaugebiet angekommen






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