Die Crew

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Panamericana - diese Route spukt schon seit meinem 18. Geburtstag in meinem Kopf. Dabei geht es nicht um das reine Abfahren sondern um das Entdecken des Kontinents. Nun, kurz vor meinem 60. Geburtstag wird dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit.Den Job beendet und die lange Suche nach einem geeigneten Fahrzeug wurde belohnt - der Unimog ist startklar und hat sich auf der Testreise 2014 auf Island bestens bewährt. Jetzt kann es mit friends und family im Mai 2015 endlich losgehen. D.h. ich bin immer an Bord, die Crew wird wechseln und es gibt auch Strecken auf denen ich alleine unterwegs bin.

Dienstag, 17. November 2015

Auch bei der nächsten Verlosung zur Wave haben wir kein Glück. Nachdem das Wetter
in den nächsten Tagen hier nicht wesentlich besser werden soll und die Straßen im Backcountry verschlammt sind, da ist auch der Mog chancenlos, fahren wir nach Norden
zum Bryce Canyon. Am Parkeingang treffen wir Thorben und Michaela, die mit ihrer kleinen
Tochter Romy im 911er Mercedes Rundhauber unterwegs sind. Zuletzt haben wir uns in Alaska getroffen. Aber letzten Endes haben wir alle die gleiche Route und werden uns immer wieder treffen.
Mit knapp 3000 Metern liegt der Bryce Canyon schon recht hoch und es wird in der Nacht gut kalt. Für nächste Woche ist Schnee angesagt. Wir bleiben zwei Tage hier, dann geht's weiter zum Calf Creek Canyon und Kodachrome Bassin. Von dort dann über   Pässe, die immer an den 3000m kratzen zum Capitol Reef. Hier haben erstmals wieder wifi, nur keine
Zeit mal den Blog zu aktualisieren. Kurz vor dem Capitol Reef  finden wir einen genialen Übernachtungsplatz.  Am nächsten Morgen werden die roten Felsen des Parks von der Sonne magisch beleuchtet.
So langsam wird es eng für Marion. Wir gehen unser letztes gemeinsames Teilstück an. Marion muss nach Cedar City, von dort nimmt  sie den Greyhound nach Las Vegas und dann den Rückflug nach München. So muss ich nicht über 500 Meilen fahren, denn anschliessend soll es ja in die Canyonlands gehen.
Nachdem Marion dann abgereist ist habe ich erst ein bisserl den Blues - das ist normal,
schliesslich waren wir jetzt fast drei Monate zusammen unterwegs .
Da hilft nur Ablenkung - und das fällt bei der Landschaft hier ja nicht allzu schwer.Ich fahre
nochmals nach Kanab um am nächsten Tag vielleicht doch noch ein  Permit für die Wave zu gewinnen . Fehlanzeige - es soll wohl nicht sein. Jetzt ist Schluss damit, ich kann ja nicht die ganze Zeit hier verdatteln, bis ich vielleicht mal Glück habe. Also ab mit Frust zum
Grand Canyon, North Rim. Dort anngekommen, erkunde ich mal die jeweiligen Aussichtspunkte. Nett, aber der Southern Rim Gefällt mir besser. Übernachtung
auf dem Campingplatz des Parks. Eine der wenigen Übernachtungen auf Campsites.
Es gibt ein Campfire mit auf der Anreise gesammeltem Holz und dann kommt das Steak auf den Grill.
Bei der Abreise am nächsten Tag schneit es, nichts wie weg aus der grossen Höhe. Über die Navajo Bridge, die über den Colorado führt und Glen Canyon fahre ich nach Page und
schaue mir kurz vorher noch die Horseshoe Bend, eine beeindruckende Schleife des Colorado,  an.
Auf dem Weg ins Monument Valley nehme ich noch an einer Führung durch den Antelope Canyon teil. Einfach beeindruckend mit den tollen Farbspielen. Abends wollte ich eigentlich auf dem Campingplatz des Monument Valley übernachten, das haben wir  1981 schon mal im Mietwagen gemacht. Aber 43 $ sind mir für diese Reminiszenz denn doch zu viel. Hier übertreiben die Reservatsbewohner schon deutlich. So fahre ich noch einige Meilen und stehe dann  vollkommen alleine mit Traumsicht auf einer Stufe über dem Tal für 0,00 $.














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