Die Crew

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Panamericana - diese Route spukt schon seit meinem 18. Geburtstag in meinem Kopf. Dabei geht es nicht um das reine Abfahren sondern um das Entdecken des Kontinents. Nun, kurz vor meinem 60. Geburtstag wird dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit.Den Job beendet und die lange Suche nach einem geeigneten Fahrzeug wurde belohnt - der Unimog ist startklar und hat sich auf der Testreise 2014 auf Island bestens bewährt. Jetzt kann es mit friends und family im Mai 2015 endlich losgehen. D.h. ich bin immer an Bord, die Crew wird wechseln und es gibt auch Strecken auf denen ich alleine unterwegs bin.

Sonntag, 2. April 2017

Auf dem Campingplatz in Coyhaique treffen wir Christian, einen österreichischen Koch, der mit seinem Landy unterwegs ist. Er kocht gerade, so wie es aussieht,  für die nächsten Wochen vor und kann seinen Pürierstab voll einsetzen. Geht halt nichts über gute Ausrüstung.

Wir machen mal wieder "klar Mog", kaufen ein und dann geht's auf der Carretera weiter.
seit langer Zeit beginnt es wieder zu regnen und zu allem Überfluss erwische ich noch eine
total gemeine Infektion, die mich absolut flachlegt. Zum Glück hat Marion Antibiotika mitgenommen. Während der vier Tage die ich liege regnet es fast ununterbrochen. Als wir schliesslich weiterfahren ist die Strasse erst mal wegen Erdrutschen gesperrt. Am späten Nachmittag können wir weiterfahren und Marion geht noch in die Termas von Potahuaipi.
Dort übetnachten wir auch - wollen wir. Um 21.30 versucht ein Fahrzeug neben uns zu starten - vergeblich. Schliesslich klopft der Besitzer bei uns und bittet um Hilfe. Allerdings meint er es liegt am Chip seines Schlüssels. Ich sage ihm, dass ich davon keine Ahnung habe und ausserdem nicht gesund bin. Okay - allerdings haben sie ein kleines Kind dabei und richten sich für die Nacht ein. Schlechtes Gewissen, ich ziehe mich an und biete an, das Auto anzuschleppen. Also Abschleppgurt raus - es funktioniert nicht und nachdem der
Hyundai eh schon am Haken ist, fahren wir in die nächste Ortschaft und liefern die drei an der Tankstelle ab. Es ist weit nach Mitternacht, bis wir am Fjord einen Übernachtungsplatz finden. Am nächsten Tag treffen wir die Familie nochmals. Sie bedanken sich nochmals überschwänglich  - hat sich doch gelohnt.

Okay, ich hätte das Auto der Policia nicht überholen sollen. Aber das Fahrzeug der Ordnungshüter konnte auf der Carretera Austral einfach nicht mit dem Tempo des Mog
Schritt halten. Als sie dann noch hinter einem LKW blockiert waren habe ich die nächste Chance genutzt. Dummerweise war die Senke mit Wasser gefüllt und das Polizeiauto bekam eine braune Dusche ab. Sirene, Blaulicht, rechts anhalten - der LKW fährt natürlich vorbei. Die Polizisten wollen natürlich erst mal die Papiere sehen und fragen warum ich überholt habe. Für mich war die Strasse übersichtlich. Ja, aber in Chile darf man vor Kuppen nicht überholen. OK. Bei dieser Belehrung bleibt es, kein Wort wegen mutwilliger
Beschmutzung des Dienstfahrzeugs. Nochmals gut gegangen!!

Bald überqueren wir wieder einmal die Grenze nach Argentinien.  Mit Clemencia und Jürgen haben wir ausgemacht, dass wir uns am Campingplatz von Nanty Fall treffen.  Die drei, mit Neuzugang Hund Shanty, sind schon da und wir freuen uns sehr über das Wiedersehen. Als wir am nächsten Tag nach einer kleinen Wanderung zuirückkommen fährt hinter uns ein G Mercedes  - Pia und Holger, die ich zuletzt in Peru gesehen habe. Grosses Hallo und wir freuen uns sehr. Die nächsten Tage sind ausgefüllt mit viel Gequake, gemeinsamen Essen und viel Spass. Sogar der auf dem Platz befindliche Pizzaofen wird eingesetzt. Nach vier schönen Tagen müssen wir uns leider trennen.  Schön wars.

Für uns geht's weiter nach El Bolson, dort besuchen wir Claudia und Klaus bei denen wir unsere Mercosur Versicherung abgeschlossen haben auf ihrer Farm. Jetzt haben wir auch unsere Originalpolice . In Bariloche kaufen wir Schokolade und besuchen eine Cerverceria die grandioses Weissbier im Angebot hat. Danach haben wir gleich auf dem Parkplatz übernachtet.

Nach einem Bummel und San Martin des los Andes machen wir einen Abstecher zu den
Termas von Quini,  einem heißen Wasserfall, der mehrere Becken im Wald speist. Hier treffen wir auch Katharina und Lutz die mit ihrem Landcruiser schon seit drei Jahren in Südamerika unterwegs sind. Von ihnen erhalten wir wertvolle Informationen zu unserer weiteren Reise. Dann geht's 12 km 4WD Strecke zurück und 40 km Ripio bis wir wieder auf der R 40 sind. Auf dem Weg nach Norden machen wir immer wieder Abstecher abseits der Hauptroute.

Auf einem alten Stück der R40 mit toller Sand- und Kiespiste erreichen wir den Zugang zur Laguna Diamante auf 3600m Höhe. Unbeschreiblich schön. Hier übernachten wir bei einem wunderschönen Sternenhimmel. Wieder sind wir auf Nebenstrecken unterwegs, bis Mendoza erreichen. Großstädte sind immerStress und wir brechen die Suche nach einer Lavanderia ab. Über eine enge Passstrasse erreichen wir Uspallata. Hier wurde der Film 7 Jahre inTibet gedreht. Natürlich wieder mal Wahnsinnslandschaft.

Schließlich erreichen wir Rodeo an der Costa del Viento, einem Surferparadies.  Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sehe ich an einer Bucht einen weißen Sprinter .
Marita und Jan, die ich zuletzt in Cartagena gesehen habe. Wir bleiben natürlich dort. Die nächsten 2 1/2 Wochen werden wir zusammen reisen.

Unser Highlight wird eine ehemalige Etappe der Rallye Dakar durch einsame Flussbetten und Hochebenen zum Paso Pircas Negra,  nach einem Einkaufs- und Tankstop in Copiapo, Chile, wieder einsam entlang von Lagunen, durch eine Mine, die wir nur mit Begleitfahrzeug durchfahren dürfen zum Paso San Francisco. Atemberaubend - einfach die Bilder ansehen.

Wir haben richtig Spaß zusammen, kochen gemeinsam,  haben Lagerfeuer wo immer es geht, machen einen Movieabend mit Popkorn und haben zum Glück genügend Wein dabei.
Im Valle de Tafi machen wir eine Wanderung bevor es durch hochgelegene Weinanbaugebiete nach Cafayate geht. In der Umgebung fühlen wir uns plötzlich nach Utah versetzt. Überall rote Felsen und Schluchten. Hier trennen wir uns wieder. Die beiden haben noch mehr Zeit als wir. So langsam müssen wir an den Rückverschiffungstermin denken. Schön wars mit  euch beiden.

Marita und Jan kann man auf ihrer Homepage www.majanta.net verfolgen. Sehenswert.

Für uns geht es durch wiedermal spektakuläre Landschaft nach Cachi und durch Kakteenlandschaft nach Salta. Hier gibt's dann auch wieder mal Nightlife.  Clemencia hat uns ein  tolles Lokal mit Livemusik empfohlen. War ein Volltreffer. Gutes Essen, gute Musik und Stimmung.










Im NP Los Alerces


Wanderung auf den Cerro Falkner



Laguna Diamante



Früstücksplatz mit Aussicht








Warten auf den ADAC,wegen der Kälte machen wir die Motorhauben auf









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