Die Crew

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Panamericana - diese Route spukt schon seit meinem 18. Geburtstag in meinem Kopf. Dabei geht es nicht um das reine Abfahren sondern um das Entdecken des Kontinents. Nun, kurz vor meinem 60. Geburtstag wird dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit.Den Job beendet und die lange Suche nach einem geeigneten Fahrzeug wurde belohnt - der Unimog ist startklar und hat sich auf der Testreise 2014 auf Island bestens bewährt. Jetzt kann es mit friends und family im Mai 2015 endlich losgehen. D.h. ich bin immer an Bord, die Crew wird wechseln und es gibt auch Strecken auf denen ich alleine unterwegs bin.

Samstag, 27. August 2016

Nach Cuenca führte die weitereStraßenroute über Loja nach Vilcabamba. Dieser Ort ist insoweit bemerkenswert, weil dieses Dorf  statistisch die höchste Lebenserwartung weltweit hat.
Ob ein Kurzaufenthalt was bringt ist nicht bekannt.  Wegen Zahnschmerzen musste ich hier zum Zahnarzt - die Entzündung konnte aber mit Antibiotika behandelt werden. Nach diesem Zwangsaufenthalt, in allerdings idyllischer Landschaft, gings dann endlich Richtung Peru weiter. Zuerst auf gut ausgebauter Straße, dann immer enger und schließlich auf Piste durch den Regenwald bis zur Grenze. Die zu bewältigenden Höhenunterschiede sind immens. Eben noch auf 4100m, dann geht's auf 2000, wieder auf über 3000 und bei Balsas zur Flussüberquerung auf 500m,Aus-und  Einreise ging zügig, lediglich der Beamte in Peru verzögerte das ganze, weil er mich immer wieder fragte ob er alles richtig eingegeben hat. Aber das ist schon in Ordnung so, bevor es bei der Ausreise dann Probleme gibt.
Über Jaen nach Chachapoyas, dort in der Nähe ist die Inkafestung Kuelap und die Goca-wasserfälle, die mit 772 zu den zehn grössten weltweit zählen. Ab hier begann dann auch wieder Mogland. Enge, steile Straßen mit Abbrüchen und dazu quer über die Anden anspruchsvolle staubige Pisten. Allrad und ein Dieselverbrauch jenseits der 30 Liter. Leider sind die Schlaraffenland Ecuadorpreise mit 0,32€ Geschichte. Hier kostet der Diesel 0,95€.Übernachten ist hier problemlos,  meistens stehe ich frei in grossartiger Landschaft oder auch einmal auf dem Dorfplatz,  wo ich die grosse Attraktion bin.
So langsam sehne ich mich nach einer normalen asphaltierten Straße,  nicht zuletzt weil ich gestürzt bin und mir 1-2 Rippen angeknackst habe. Im Moment habe ich schon eine tolle Serie.
An der Laguna Sausachocha übernachte ich, mache noch Fotos im Morgenlicht und fahre dann zur Festung Huamachuco weiter. Als ich aussteige fehlt die Kamera!!! Hab ich doch tatsächlich am See liegen gelassen - nur weil ich mir eingebildet habe, ein Selfie machen zu müssen. In Rekordzeit die 20 km, zum Glück nur 20km,zurück. Als ich die Kamera an der gleichen Stelle liegen sehe, bin ich nur noch glücklich und ärgere mich über mich selber.

Es geht wieder über Piste bis ich am Canon del Pato angelangt bin, einer ehemaligen Eisenbahntrasse mit 39 Tunnels durch eine enge Schlucht. Schließlichbin ich am Campingplatz von Caraz angelangt mit kompletter Infrastruktur. Hier lerne ich
Janine und Oliver,zwei Schweizer, kennen mit denen ich am nächsten Tag einen
Ausflug zur Laguna Paron auf 4150m Höhe unternehme.
Der folgende Tag ist für Putz- und Aufräumarbeiten reserviert. Ausserdem kommt  die
dicke Bettdecke sowie der Schlafsack wieder raus. Ab jetzt werden die Nächte wieder
kühler werden.


Auf dem Weg nach Peru durch den Regenwald

Im Grenzgebiet auf Piste

Grenzübergang

Bis in grösste Höhen wird bewirtschaftet

Festung Kuelap



Sie sind wieder da, auch auf einsamen Passstrassen

Verkaufsregale

Übers Hochland jenseits der 4000m

Keine Fe lszeichnunge  - Strasse

Canon del Pato - die Entenschlucht

Laguna Paron mit dem Paramount-Film Berg


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